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Dreikampf in Steinheim

Entstanden ist der mz3athlon Ende der 1990er Jahre aus einer Idee von Achim Seiter.    Foto: Werner Kuhnle

Dreikampf in Steinheim

Was Ende der 1990er als "verrückte" Idee begann, ist heute fester Bestandteil des regionalen Sportkalenders: Der mz3athlon

Seit 26 Jahren messen in Steinheim Triathletinnen und Triathleten ihre Kräfte. Entstanden ist die Sportveranstaltung aus einer Idee von Achim Seiter: Ende der 1990er Jahre sprach er Kai Keller, den damaligen Geschäftsführer der Marbacher Zeitung an: "Lass uns was Verrücktes machen!“ Er stieß auf offene Ohren: Aus den Plänen für ein neues Sportevent im Bottwartal entstand der mz3athlon, das mz im Namen steht bis heute für die Marbacher Zeitung. "Wir wollen etwas machen, was den Menschen guttut. Und das hat sich offenbar herumgesprochen, es gibt so viele Menschen, die uns dabei helfen: Unser besonderer Dank gilt dem Team vom Wellarium, der Stadt Steinheim, dem Bauhof Steinheim und natürlich auch den vielen Helferinnen und Helfer an, auf und neben der Strecke", sagt Seiter.

Der Startschuss für den Dreikampf fällt im Wellarium, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 550 Metern schwimmen. Brust oder Kraul, jeder wie er mag, im so genannten Jagdstartverfahren: Alle 20 Sekunden wird jemand ins Wasser geschickt, die Startzeit wird vom Eingang der Anmeldung bestimmt. Ob kopfüber mit einem Startsprung ins Wasser oder mit kräftigem Abstoß vom Beckenrand, darf selbst entschieden werden. Bojen markieren die Wendepunkte, geschwommen werden zehn Bahnen. Dann geht's raus aus dem Wasser und rauf auf's Rad: In der Wechselzone auf dem Kunstrasenfeld im Riedstadion stehen die Fahrräder bereit. Die Wechselzone ist abgesperrt, Zutritt haben nur Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Die Radstrecke führt über Steinheim, Höpfigheim und den Lerchenhof. 

"Das ist eine kleine Herausforderung, denn es geht rauf und runter“, kündigt Seiter an. Beim Rundkurs gilt es, 170 Höhenmeter in jeder der beiden Runden zu überwinden. Die Strecke führt vom Stadion über den Kreisverkehr nach Höpfigheim, über die Felder nach Kleinbottwar und zum Stadion zurück. 

Nach der zweiten Radrunde werden die Laufschuhe geschnürt: Die Laufstrecke hat eine Länge von 5,1 Kilometer und besteht aus einem 1,7 Kilometer langem Rundkurs durch Felder, Wiesen und Weinberge, den man dreimal läuft. Bis auf einem kräftigen Anstieg und einen "Kniekiller" ist die Strecke flach - pro Runde gibt es 26 Metern Höhendifferenz.



Andrea Veyhle